Die richtige Wahl der Hundenahrung ist die Grundlage für Gesundheit, Aktivität und ein langes Leben Ihres vierbeinigen Freundes. Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Hund mit allen notwendigen Nährstoffen.
Hunde sind aktive Tiere. Ihre körperliche Aktivität hängt direkt von der Ernährung ab. Wer mehr frisst, hat mehr Energie zum Laufen. Ein Energiemangel kann zu Apathie, Trägheit und sogar zu unkontrollierbarem Verhalten führen. Ein richtig zusammengestellter Futterplan trägt zur Aufrechterhaltung eines optimalen Energielevels bei. So werden Hunde freundlicher und verspielter. Studien zeigen, dass Tiere, die ausgewogen ernährt werden, deutlich lernfähiger sind und besser auf Kommandos während des Trainings reagieren.
Jeder Hundebesitzer möchte seinem Tier die bestmögliche Ernährung bieten. Dabei gibt es mehrere Ansätze. Einer der beliebtesten ist die natürliche Fütterung – gemeint ist damit BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter). Ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen sich kaltgepresste Futtermittel. In diesem Artikel helfen wir Hundebesitzern, die Vor- und Nachteile beider Methoden besser zu verstehen. So besteht eine 100-prozentige Chance, dass Sie die beste Lösung für Ihren treuen Begleiter wählen können.
Natürliche Ernährung: Was ist BARF und wie funktioniert es?
Diese Fütterungsmethode wurde vom australischen Tierarzt Ian Billinghurst entwickelt. Sein Know-how im Bereich der Veterinärmedizin fand großen Anklang und wurde von Hundefreunden hoch geschätzt. Die Methode basiert darauf, dem Hund eine Ernährung anzubieten, die seinem natürlichen Fressverhalten so nahe wie möglich kommt. Dieser Ansatz betont die Bedeutung frischer, minimal verarbeiteter Zutaten, um die Gesundheit des Tieres bestmöglich zu unterstützen.
Zu den Grundsätzen der BARF-Fütterung gehört die Zugabe von essbaren und kausicheren Knochen, hochwertigem Bio-Fleisch und Innereien, die die Ernährung der wilden Vorfahren des Hundes nachahmen. Jedes Tier ist einzigartig, und es ist wichtig, die Ernährung auf seine spezifischen Merkmale abzustimmen: Alter, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand.
Welche Nahrungsmittel können einem Hund mit BARF gegeben werden?
Der Futterplan eines Hundes, der nach dem Konzept der Biologisch Artgerechtes Rohes Futter (BARF) ernährt wird, besteht aus rohen, naturbelassenen Lebensmitteln, die dem entsprechen, was Hunde in freier Wildbahn fressen würden. Die Hauptgruppen erlaubter Nahrungsmittel umfassen:
- Muskelfleisch – Lamm, Wild, Ente, Huhn, Rind, Pute und Kaninchen.
- Roher Pansen und Innereien – Milz, Lunge, Nieren, Leber (als Vitamin-A-Quelle), Herz.
- Knochen-Fleisch-Produkte – weiche, essbare Rinderknorpel, Putenhälse, Hühnerrücken, Lammrippen.
- Gemüse und Grünfutter bis zu 20 % der Ration – Spinat, Kürbis, Blattsalat, Zucchini, Karotten, Brokkoli.
- Obst – entkernte Äpfel, Birnen, Beeren in kleinen Mengen.
Außerdem dürfen nützliche Zusätze ergänzt werden: Omega-3-Fettsäuren, Leinöl, Meeresalgen, Probiotika.
Die wichtigsten Vorteile von BARF-Futter:
- verbesserung der Gesundheit (Fell, Zähne, Haut und Krallen);
- minimale Menge an Ausscheidungen;
- stabiler Kotabsatz;
- hohe geschmackliche Akzeptanz;
- verträglich für empfindliche Verdauungssysteme;
- natürliche Zusammensetzung.
Hundehalter sollten die richtigen Mengenverhältnisse von Proteinen, Fetten, Ballaststoffen, Vitaminen und Kohlenhydraten kennen, um die natürlichen Bedürfnisse ihres vierbeinigen Lieblings optimal zu erfüllen.
Hauptnachteile und Herausforderungen der natürlichen Ernährung (BARF)
Trotz der zahlreichen Vorteile der BARF-Fütterung gibt es auch einige Nachteile und Herausforderungen, die mit dieser Methode verbunden sind. BARF erfordert eine genaue Einhaltung des Verhältnisses zwischen Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse und Zusätzen. Eine unausgewogene Ernährung kann zu Mangelerscheinungen (z. B. an Kalzium oder Vitaminen) oder Überdosierungen (z. B. von Vitamin A aus Leber) führen.
Zudem besteht ein Risiko der Kontamination mit Bakterien wie Salmonellen, Listerien oder E. coli – insbesondere bei unsachgemäßer Lagerung und Verarbeitung roher Produkte. BARF kann zudem deutlich teurer sein als Nass- oder Trockenfutter für Hunde, vor allem bei der Verwendung von hochwertigem Fleisch oder Wild.
Für Besitzer treuer und freundlicher Vierbeiner gibt es eine Alternative zur BARF-Methode – ohne Aufwand für Zubereitung, Lagerung und Nährstoffausgleich: kaltgepresstes Fertigfutter. Es kommt der natürlichen Ernährung sehr nahe und ist eine ideale Lösung für Menschen mit einem vollen Terminkalender.
Zur Belohnung oder für mehr Abwechslung im Futternapf kann man außerdem Snacks und Leckerlis ins Menü integrieren – getrocknete Fleischstücke, Gemüse-Kekse oder funktionale Snacks mit Probiotika. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch gesund – besonders während des Trainings oder als Zwischenmahlzeit.
Vor- und Nachteile von gekauftem Hundefutter: trocken, nass, kaltgepresst
Es gibt drei Hauptkategorien von Hundefutter: Nassfutter, Trockenfutter und kaltgepresste Produkte. Jede dieser Varianten hat sowohl Vor- als auch Nachteile für den Hund. Abhängig von Alter, Gewicht und Rasse lässt sich der Futterplan individuell anpassen, um allen kulinarischen Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden.
Trockenfutter
Diese Art der Ernährung ist die am weitesten verbreitete Form der Hundefütterung. Zu den Vorteilen zählen:
- einfache Portionierung und Fütterung nach Plan,
- lange Haltbarkeit,
- ausgewogene Zusammensetzung mit allen notwendigen Nährstoffen.
Hunde fressen futter in der Regel gern und tanken damit neue Energie – sei es nach Spaziergängen an der frischen Luft oder intensiven Trainingseinheiten.
Ein Nachteil von Trockenfutter liegt jedoch in der hohen Konzentration von Kohlenhydraten und dem oft geringen Feuchtigkeitsgehalt. Das kann zu Dehydration führen, wenn das Tier nicht ausreichend Wasser zu sich nimmt.
Nassfutter
In der Regel enthält dieses Produkt mehr Feuchtigkeit und ist oft in Form von Konserven oder Beuteln erhältlich. Hunde Nass Futter zeichnet sich durch einen intensiveren Geschmack und ein stärkeres Aroma aus, was es besonders für viele Tiere, insbesondere wählerische Esser, attraktiv macht. Ein großer Vorteil von Nassfutter ist seine appetitanregende Wirkung, was besonders wichtig für Hunde ist, die Probleme mit dem Fressen haben. Allerdings hat Nassfutter nach dem Öffnen eine kürzere Haltbarkeit und kann im Vergleich zu Trockenfutter weniger praktisch in der Handhabung sein.
Kaltgepresstes Futter
Dies ist ein relativ neues Konzept auf dem Markt, das bei Hundebesitzern wegen seiner Nähe zur natürlichen Ernährung immer mehr Beachtung findet. Bei dieser Methode werden die Zutaten schonend extrahiert, ohne hohe Temperaturen zu verwenden. Dadurch bleiben mehr wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien erhalten, die bei herkömmlicher thermischer Verarbeitung verloren gehen können.
Vorteile, Nachteile und mögliche Risiken von im Laden gekauftem Futter
Zu den Vorteilen von industriell hergestelltem Hundefutter für Haustiere zählen:
- ausgewogenheit der wichtigsten Nährstoffe (Fette, Kohlenhydrate, Proteine und Multivitamine);
- vielfältige Formeln für verschiedene Altersgruppen, Gesundheitszustände, Gewichte und Rassen;
- einfache Dosierung und Fütterung nach einem festen Zeitplan.
In Zoofachgeschäften findet man häufig kaltgepresste Produkte. Diese Produktkategorie kommt der natürlichen Ernährung des Tieres am nächsten. Sie enthält einen hohen Anteil an Antioxidantien und wertvollen Inhaltsstoffen. Die Nährstoffe bleiben dank der schonenden Verarbeitung der Zutaten bestmöglich erhalten.
Trotz der Vorteile industriell hergestellter Tiernahrung gibt es auch Nachteile und Risiken. Zu den offensichtlichsten zählen:
- verwendung von weniger hochwertigen Proteinquellen;
- bei minderwertigem Futter der Einsatz von Füllstoffen, künstlichen Zusätzen und Konservierungsmitteln;
- erhöhtes Risiko von Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe.
Außerdem sollte man die wählerischen Essgewohnheiten einiger Rassen nicht unterschätzen. Dazu gehören Dackel, Greyhound, Pudel, Bichon Frisé, Boston Terrier, Cocker Spaniel und Pekinese. Für diese Hunde können industrielle Futtersorten im Vergleich zur natürlichen Ernährung weniger schmackhaft sein.
In diesem Fall können Sie die nassen und trockenen kaltgepressten Hundefutterprodukte von RAW Nature wählen. Auf der Website des Shops finden Sie Produkte in verschiedenen Geschmacksrichtungen: Hirsch, Pferd, Ziege, Ente, Fasan und Huhn.
Zum Beispiel bietet das Kaltgepresste Trockenfutter SENIOR/LIGHT mit Huhn – 1kg ganze 84% hochwertiges Muskelfleisch, angereichert mit wertvollen Ölen, Kräutern und Gemüse – ganz ohne Getreide, Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder synthetische Konservierungsstoffe. Es ist daher eine hervorragende Wahl für ältere und empfindliche Hunde.
Ein weiteres beliebtes Produkt ist das Kaltgepresste Trockenfutter ADULT mit Huhn – 5kg, das rund 81 % frisches Fleisch enthält. Durch die Herstellung ohne Erhitzung bleiben natürliche Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren erhalten, während die feste Struktur der Pellets die Verdauung anregt und zur Zahngesundheit beiträgt.
Die Kaltpress-Technologie bis zu bei etwa 40°C ermöglicht es, die Integrität der Zutaten zu bewahren und verbessert die Verdaulichkeit, ohne Blähungen zu verursachen oder dem Körper Flüssigkeit zu entziehen.
Diese Vielfalt an kaltgepresstem Futter – von rein fleischbasiert bis hin zu Kombinationen mit Gemüse – bietet eine natürliche, ausgewogene Ernährung, die besonders wertvoll für Hunde mit empfindlichem Magen oder speziellen Bedürfnissen ist.
Wie finden Sie heraus, was das Beste für Ihren Hund ist?
Bevor Sie das passende Futter für Ihren geliebten Hund kaufen, sollten Sie sich zunächst für eine Fütterungsmethode entscheiden. Wenn Sie keine Zeit haben, Mahlzeiten nach dem BARF-Prinzip zuzubereiten und das Nährstoffverhältnis selbst auszubalancieren, ist ein bereits fertiges Produkt – idealerweise kaltgepresst – die bessere Wahl.
Die Wahl des Hundefutters hängt von mehreren Faktoren ab:
- Alter (Welpe, erwachsener Hund oder Senior),
- Aktivitätslevel (wenig aktiv, aktiv oder sportlich),
- Rasse,
- Gesundheitszustand (Allergiker, chronische oder erworbene Erkrankungen).
Beispielsweise benötigen Welpen unter einem Jahr besonders viel Eiweiß und Kalorien für Wachstum und Entwicklung. Achten Sie auf ein Futter, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält – das versorgt sie mit Energie und unterstützt den Aufbau von Muskelmasse.
Kleine Rassen wie Chihuahua oder Yorkshire Terrier profitieren von Futtersorten mit kleineren Kroketten, die das Kauen erleichtern. Bei großen Hunderassen wie Labrador, Mastiff oder Schäferhund ist spezielles Futter erforderlich, das die Gelenk- und Wirbelsäulengesundheit unterstützt. Eine ausgewogene Calcium-Phosphor-Bilanz ist hierbei entscheidend, um Knochen- und Gelenkproblemen vorzubeugen.
Hundebesitzer können auch eine Kombination industrieller Fütterung in Betracht ziehen. Eine hervorragende Option ist kaltgepresstes Futter, das Elemente der natürlichen Ernährung integriert – so vereint man die Vorteile beider Methoden. Wichtig ist hierbei ein ausgewogener Futterplan. Verschiedene Futterarten sollten nicht innerhalb einer Mahlzeit gemischt werden. Eine Möglichkeit: BARF am Morgen, Trockenfutter am Abend.
Bevorzugen Sie Produkte ohne künstliche Zusatzstoffe, Aromen oder Geschmacksverstärker. Konsultieren Sie auf jeden Fall einen Tierarzt, bevor Sie sich für ein Futter entscheiden, um Ihrer Fellnase eine optimale und ausgewogene Ernährung zu bieten, die ihrem Alter, ihrer Rasse und ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.
Fazit
Das BARF-System basiert auf der Verwendung frischer, natürlicher Zutaten wie rohem Fleisch, Knochen, Gemüse und Obst. Die Hauptidee dahinter ist, dass die Ernährung des Hundes so nah wie möglich an seiner natürlichen Nahrung orientiert sein sollte. Zu den wichtigsten Vorteilen der BARF-Fütterung zählen Qualität, Anpassungsfähigkeit und Natürlichkeit. Allerdings erfordert diese Ernährungsweise einen hohen Zeitaufwand sowie fundiertes Wissen über Tierernährung.
Industrielles Hundefutter hingegen ist in einer breiten Auswahl erhältlich – von Economy- über Premium- bis hin zu Super-Premium-Klassen, sowohl in trockener als auch in feuchter Form. Diese Art der Ernährung punktet mit praktischer Handhabung, ausgewogener Zusammensetzung und guter Verfügbarkeit.
Bei der Entscheidung zwischen natürlicher Ernährung und kommerziellem Futter ist zu beachten, dass es keine universell "beste" Lösung gibt. Der Futterplan sollte individuell angepasst sein – je nach Alter, Rasse, Aktivitätsniveau, Gesundheitszustand und auch den Vorlieben des Hundes.
Für diejenigen, die sich unsicher sind und keine Zeit haben, selbst einen BARF-Plan zu erstellen, ist das kaltgepresste Futter von RAW Nature eine ausgezeichnete Alternative. Diese Option bietet zahlreiche Vorteile:
- natürliche Zusammensetzung;
- schonende Verarbeitung der Zutaten;
- Orientierung an der ursprünglichen, wilden Ernährung.
Die Entscheidung über den passenden Fütterungsansatz trifft man am besten gemeinsam mit einem Tierarzt oder Ernährungsspezialisten. Fachleute können dabei helfen, alle wichtigen Aspekte zu berücksichtigen und die beste Lösung für die individuellen Bedürfnisse Ihres vierbeinigen Freundes zu finden.