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22.08.22

Hilfe, mein Hund frisst ständig Gras!

Hunde fressen Gras aus vielerlei Gründen. Das mag zunächst einmal eigenartig erscheinen, ist aber meist nicht wirklich schlimm. Ab und an frisst Ihr Vierbeiner etwas Gras bei Ihnen im Garten oder während des Spaziergangs. Beides gehört zu den normalen Verhaltensweisen eines Hundes und ist nicht weiter beunruhigend.

Warum fressen Hunde Gras?

Einige Hunde fressen Gras aufgrund von Langeweile und versuchen sich so zu beschäftigen. Andere sehen es als eine Art Spiel und rennen über die Wiese während sie immer wieder nach einzelnen Grashalmen schnappen. Es gibt allerdings noch einige weitere Vermutungen, von denen bisher nur wenige wissenschaftlich belegt sind.

  1. Durch die Ballaststoffe im Gras soll die Verdauung des Hundes unterstützt werden. 
  2. Bei Verdauungsproblemen fressen Hunde Gras, um zu erbrechen und so die schädlichen Futterbestandteile los zu werden. Dies ist bisher allerdings nicht belegt – anders als zum Beispiel bei Katzen, die Gras fressen, um die beim Putzen aufgenommenen Haare zu erbrechen. 
  3. Hunde fressen Gras, um einen Nährstoffmangel auszugleichen. 
  4. Bei starkem Wurmbefall sollen Hunde zum vermehrten Grasfressen neigen. 
  5. Gras fressen kann Hunde in stressigen Situationen beruhigen, da sie durch das Knabbern an den Halmen abgelenkt werden und sich entspannen. 

Viele dieser Vermutungen klingen einleuchtend, der Nachweis ist bisher jedoch nicht in zufriedenstellendem Maße gelungen. Auch Hunde mit einer sehr hochwertigen und ausgewogenen Ernährung fressen Gras.

Ab wann wird es problematisch?

Frisst und erbricht ihr Hund Gras in großen Mengen? Vielleicht frisst er für Ihr Empfinden zu viel Gras und reißt ganze Büschel an Grashalmen aus? Werden diese gekaut oder direkt heruntergeschluckt? Dann sollten Sie mit Ihrem Vierbeiner den Tierarzt aufsuchen. Gras in großen Mengen, besonders unzerkaut, kann neben dem Erbrechen auch Verdauungsprobleme und ggf. Durchfall nach sich ziehen.

Zusätzliche Vorsicht gilt außerdem bei Blut im Erbrochenen oder im Kot. Ist letzterer mit Schleim überzogen oder setzt Ihr Vierbeiner plötzlich gar keinen Kot mehr ab? Dann ist ein Tierarztbesuch dringend empfohlen, da in solchen Fällen ernsthafte Erkrankungen oder Entzündungen im Magen-Darm-Trackt vorliegen können.

Erziehung: Kann das Verhalten abgewöhnt werden?

Gras zu fressen ist per se keine Verhaltensauffälligkeit bei Hunden. Nimmt es allerdings überhand, kann es ratsam sein das Verhalten wenigstens etwas zu reduzieren. Dafür ist es wichtig die Ursache für den übermäßigen Verzehr von Gras zu finden. Wurden beim Tierarzt Erkrankungen bereits ausgeschlossen, können Sie versuchen mittels Beobachtens hinter die Gründe zu kommen. Gibt es bestimmte Situationen, in denen Ihr Hund vermehrt Gras frisst? Versuchen Sie hier anzusetzen und ihm den Stress oder die Langeweile zu nehmen.

Alternativ: Füttern Sie Ihren Vierbeiner einmal am Tag? Erhöhen Sie die Anzahl der Mahlzeiten auf zwei bis drei pro Tag, natürlich ohne die empfohlene Futtermenge/Tag zu erhöhen.

Was sollte zusätzlich beachtet werden?

Egal ob Stadt oder Land, Hunde fressen überall Gras. Nicht immer ist das Gras jedoch unbelastet. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Vierbeiner kein Gras am Straßenrand frisst. Dieses ist schädlichen Abgasen ausgesetzt, die Ihr Hund durch das Fressen ebenfalls mit aufnimmt. Gleiches gilt für Gras an Feldrändern, das von etwaigen Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln belastet sein kann. Achten Sie zusätzlich darauf, dass Ihr Vierbeiner kein scharfkantiges Gras oder gar giftige Pflanzen zu sich nimmt.